Das Grabkreuz aus Eisen geht auf die Alpenregion der Frühen Neuzeit zurück, als die ersten echten Friedhöfe entstanden und Kreuze aus Holz oder Stein die Gräber kennzeichneten. Mit der handwerklichen Entwicklung des 16. und 17. Jahrhunderts kam das geschmiedete Eisenkreuz dazu, und heute geht der Trend wieder zurück zur handgeschmiedeten Form.
Ein Zeichen des Respekts
Seit Menschengedenken gibt es viele verschiedene Arten von Bestattungen, und persönliche oder religiöse Gründe waren immer ein Anlass, das Grab des Verstorbenen liebevoll zu schmücken. Hier entstanden Krypten, Mausoleen und Grabkreuze als Zeichen des Respekts für die Toten.
Besonders Christen wählten das Grabkreuz, auch als Todeskreuz bekannt, als Gestaltungsform. Es steht für den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus und soll auch die Hoffnung auf die Auferstehung der Verstorbenen symbolisieren.
Von der Frühen Neuzeit zum Schmiedeeisen
Das Grabkreuz geht auf die Frühe Neuzeit zurück. In dieser Zeit entstanden echte Friedhöfe, und um das Grab als solches kennzeichnen zu können, wurde ein Kreuz aus Holz oder Stein verwendet.
Um das 16. und 17. Jahrhundert herum erweiterte sich die mechanische Bearbeitung in den Handwerksberufen, und Grabkreuze konnten daher auf vielfältigere Weise gestaltet werden. Das aus Eisen geschmiedete Grabkreuz erfreute sich nun großer Beliebtheit. Diese geschmiedeten Eisen-Grabkreuze waren vor allem in der Alpenregion auf Friedhöfen zu finden. Um das 18. und 19. Jahrhundert herum entstanden durch die Industrialisierung gusseiserne Grabkreuze, die jedoch keine so große künstlerische Vielfalt zuließen.
Warum der Trend zurück zum handgeschmiedeten Kreuz geht
Der Trend geht nun wieder zurück zu handgeschmiedeten Grabkreuzen, die sehr schön aussehen, aber nicht so massiv wie ein Stein und nicht so einfach wie ein hölzernes Kreuz sind. Sie passen zu einem Grab mit Blumen ebenso wie zu einem Grab, das nur mit grünem Bodendecker bepflanzt ist. Ein geschmiedetes Grabkreuz kann auch wunderbar in ein Grab mit einer Steintafel integriert werden.
Mehr zur Herstellung und zum Handwerk dahinter finden Sie auf unserer Werkstatt-Seite; Fragen zu Genehmigung und Aufstellung beantwortet der Ratgeber Genehmigung.